Meine Antworten auf die Fragen der Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal e.V.

Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal

Die Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal e.V. stellte einen Fragenkatalog für die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bürgermeisterwahl zusammen.
Hier finden Sie die Fragen und meine Antworten.

12 Fragen und 12 Antworten

1. Was motiviert Sie zur Kandidatur für die Wahl zum Bürgermeister?

Meine enge Verbundenheit zur Stadt Baunatal, in der ich seit fast 30 Jahren lebe. Ich habe lange über diesen großen Schritt nachgedacht: Ob es die richtige Entscheidung ist für unsere Stadt, ihre Menschen, für meine Familie und auch für mich.

Bei meinen Überlegungen stellte ich fest: Ich möchte der Stadt und den Menschen hier gerne etwas zurückgeben, meinen Beitrag leisten. Ich möchte aktiv an der Weiterentwicklung und an der Gestaltung unserer schönen Stadt Baunatal mitwirken. Darauf freue ich mich.

Ich denke, es ist an der Zeit, neue Wege zu gehen, um Baunatal zukunftsfähig zu gestalten. Mich für das Wohl unserer Stadt einzusetzen gibt mir die Motivation für meine Kandidatur.

2. Wo sehen Sie momentan Baunatals Stärken und wo die Schwächen?

Eine der größten Stärken in Baunatal ist der Zusammenhalt und das Zusammenwirken innerhalb unserer Stadtgesellschaft. Das möchte ich gerne weiterentwickeln.

Eine Herausforderung wird es sein, alle gesellschaftlichen Bereiche besser miteinander zu verbinden und dabei neue Wege zu gehen, Menschen zu begeistern, dabei mitzumachen.

3. Was haben Sie sich für die ersten 100 Tage Ihrer Amtszeit vorgenommen?

Die ersten 100 Tage werden schnell um sein. Und die Probleme der Stadt liegen tiefer: Keines der Probleme wird sich in nur 100 Tagen lösen lassen.

Ich finde es wichtig, dass wir alle zusammen an Lösungen arbeiten und nicht etwa gegeneinander. Daher möchte ich die Dinge anders angehen, der Stadt, ihrer Entwicklung und der Verwaltung mit einem neuen, offenen Blickwinkel begegnen.

Dazu gehört zunächst, allen Menschen gut zuzuhören, mit möglichst vielen Akteuren ins Gespräch zu kommen. Ziel muss es sein, dass wir alle zusammen gute Entscheidungen treffen können.

Ich möchte dazu von Anfang an eine Atmosphäre der Offenheit und Transparenz schaffen.

Wie Sie sicher wissen, entscheidet nicht der Bürgermeister allein über die Geschicke der Stadt. Er ist der Chef der Verwaltung, also am Ende dafür zuständig, dass alles reibungslos funktioniert. Und er ist natürlich Impulsgeber, sucht schon im Vorfeld Lösungen für die Probleme, die auf die Stadt zukommen.

Die Stadtverordnetenversammlung entscheidet dagegen über den Haushalt. Daher ist es mir ein Anliegen, mit allen Fraktionen im Baunataler Stadtparlament im guten Gespräch zu sein, überparteilich zu sein im besten Sinne.

Es ist an der Zeit, gemeinsam und über Parteigrenzen hinweg unsere Stadt zu gestalten.

Dazu gehört auch der ständige Diskurs mit der Baunataler Wirtschaft, ihrer Wirtschaftsgemeinschaft, der Austausch mit der heimischen Industrie sowie Gespräche mit unseren Vereinen und Verbänden.

4. Welches (besondere) Projekt möchten Sie anpacken?

Eigentlich müsste ich jetzt antworten: Vordringlich müssen wir unseren Haushalt neu justieren, damit Einnahmen und Ausgaben wieder stimmen. Mein Augenmerk liegt auch hierauf. Ein ausgeglichener Haushalt ist jedoch kein Selbstzweck. Er ist die Voraussetzung dafür, dass die Stadt weiterhin gute und richtige Projekte für die Zukunft angehen kann.

Genauso wichtig finde ich jedoch die Einbeziehung unserer Bürgerinnen und Bürger. Ich stehe für Bürgernähe und Bürgerbeteiligung und möchte diese in der Stadt stärken.

Dazu möchte ich einen Bürgerhaushalt für die Stadt Baunatal ins Leben rufen, sodass eine aktive und transparente Gestaltung des Haushalts möglich wird. Dabei kann Verständnis für Entscheidungen zum Sparen an der einen oder anderen Stelle erlangt werden.

In meiner Zeit als Stadtverordnetenvorsteher durfte ich zudem durch zahlreiche Gespräche mit den Menschen in unserer Stadt von vielen kleinen und größeren Anliegen erfahren: Hier gibt es noch viel zu tun!

5. Die Haushaltslage der Stadt Baunatal ist sehr angespannt. Wo sehen Sie noch Sparpotenzial und welche Bereiche sind für Sie tabu?

Ja, unser Haushalt ist mehr als angespannt, und wir alle müssen unseren Betrag dafür leisten, damit die Dinge wieder ins Lot kommen. Sparpotentiale lassen sich in allen Bereichen finden: Da gibt es viele, viele kleine Dinge.

Wir müssen jedoch darauf achten, dass wir Baunatal nicht kaputtsparen. Ich möchte mit Bedacht und Augenmaß vorgehen und ich möchte gerne alle Menschen in Baunatal (nicht nur in der Verwaltung und der Stadtverordnetenversammlung) einladen, damit wir am Ende zusammen kluge und intelligente Entscheidungen treffen können.

Die Fragen, welche uns dabei immer leiten sollten sind für mich:
Was bedeutet eine Maßnahme für die Menschen in unserer Stadt?
Welche Auswirkungen haben Sparmaßnahmen für das Vereinsleben, für die Wirtschaft, für die Kultur, für unsere Senioren und unsere Kinder?

Eine Entscheidung zum Sparen habe ich für mich bereits schon getroffen: Ich brauche keinen eigenen Dienstwagen. Ein Fahrzeugpool löst das effizienter.

Tabu sind für mich die sozialen Errungenschaften in unserer Stadt.

6. Welches Thema hat für Sie oberste Priorität, wenn Sie in Baunatal Bürgermeister werden? Und warum?

In aller Kürze: Transparenz, Offenheit, Beteiligung in allen Bereichen.

Mein Ziel ist es, zukünftig eine breite Akzeptanz für die Maßnahmen und Entscheidungen in unseren politischen Gremien zu erlangen: Sowohl in der Verwaltung als auch bei den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt.

Nach meiner Einschätzung geht das nur, wenn man die Probleme offen und transparent anspricht. Ich möchte dazu die Beschäftigten der Stadt, dem Magistrat, alle Parteien der Stadtverordnetenversammlung und auch die Menschen aus Stadtgesellschaft und Wirtschaft einladen, ihre Ideen einzubringen. Nur zusammen können wir tragfähige Strategien für die kommenden Herausforderungen entwickeln.

7. Die mittelständische Wirtschaft ist ein wichtiges Standbein der Stadt Baunatal. Wie wollen Sie dies weiter ausbauen und stärken?

Unsere mittelständische Wirtschaft ist neben dem VW-Werk der wirtschaftliche Motor für unsere Stadtentwicklung. Als Bürgermeister möchte ich eng mit der heimischen Wirtschaft zusammenarbeiten und diese unterstützen. Dazu braucht es einen regelmäßigen Austausch und deshalb freue ich mich jetzt schon auf unser gemeinsames Gespräch am 26. August.

Ein wichtiger Punkt für die Stärkung des Mittelstandes wird z.B. die Fortschreibung der Ausbildungsförderung sein. Dazu gehört natürlich auch eine sinnvolle und nachhaltige Weiterentwicklung der Gewerbegebiete.

Aus der Pandemie haben wir unter anderem gelernt, dass kleine und mittelständische Unternehmen unsere Hilfe brauchten. Wie zum Beispiel unsere innerstädtische Gastronomie. Eine unbürokratische Erweiterung der Außenflächen könnte hier allen Menschen helfen. Insgesamt brauchen wir mehr Flächen zum Verweilen mit einem entsprechenden naturverbundenen Ambiente.

8. Was muss aus Ihrer Sicht getan werden, um die wirtschaftliche Entwicklung in Baunatal dauerhaft zu sichern?

Als Bürgermeister möchte ich mich dafür einsetzen, dass Baunatal eine wirtschaftsfreundliche Stadt ist. Dazu gehört, dass heimische Unternehmen nicht mehr abwandern müssen, wenn sie expandieren wollen. Und falls ein Unternehmen unverschuldet in eine Schieflage gerät, müssen wir sehen, welche Maßnahmen der Stadt helfen können, die Krise zu überstehen. Das gilt besonders für die Folgen der Pandemie, die uns noch eine lange Zeit begleiten werden.

Schließlich ist es für Unternehmen schon jetzt schwierig, gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Daher muss Baunatal auch in Zukunft eine attraktive Stadt bleiben. Ein gutes Beispiel, wie wichtig es ist, neue Blickwinkel einzunehmen: Wohnen und Wirtschaft sind keine Gegensätze, sondern müssen zusammen gedacht werden. Dazu gehört natürlich auch eine gute Infrastruktur und ein gutes Wohnraumangebot.

Überall, wo es sinnvoll ist, sollten wir zudem die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn ausbauen im Sinne einer interkommunalen Zusammenarbeit.

9. Was ist ein wesentliches Anliegen des Mittelstands, dem Sie sich als Bürgermeister widmen wollen?

Als Bürgermeister möchte ich in ständigem und regelmäßigem Austausch mit den Unternehmen in unserer Stadt sein und die Wirtschaftsgemeinschaft, das Stadtmarketing, und auch die Wirtschaftsförderung mit einbeziehen. Herr Hammerschmidt hat bei der Neujahrsbegrüßung von Netzwerken als probates Mittel gesprochen. Dies halte ich für genau den richtigen Ansatz. Die heimische Wirtschaft und die Stadt Baunatal müssen eng zusammenarbeiten, denn wenn es der Wirtschaft schlecht geht, krankt es auch in der Stadt. Beide Seiten benötigen einander.

Es gilt also, gemeinsam politische, wirtschaftliche und ökologische Interessen in Einklang zu bringen.

10. Wie stellen Sie sich die künftige Wirtschaftsförderung der Stadt Baunatal vor?

Ich möchte ein Verfahren zur Standortsicherung von heimischen Unternehmen entwickeln, die Gewerbegebiete sinnvoll weiterentwickeln, Ausbildungsplatzförderung erhalten und auch Themen ansprechen wie die Schaffung eines Clustermanagements für unsere Region im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung kommunaler und wirtschaftlicher Netzwerke.

Schließlich gilt es außerdem, für die Ansiedlung von Unternehmen attraktiv zu sein, die sich den Zukunftsfragen unserer Gesellschaft insgesamt widmen.

11. Bei welcher Herzensangelegenheit wünschen Sie sich die Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft vor Ort?

Wir alle wissen nicht, welche Herausforderungen noch auf uns zukommen werden. Auch die Pandemie ist noch nicht ausgestanden. Mein großer Wunsch: Lassen Sie uns alle eng zusammenarbeiten.

Ich lade Sie als Wirtschaftsgemeinschaft mit Ihren Mitgliedern ein: Bringen Sie sich ein und lassen Sie uns im Gespräch bleiben. Damit wir alle guten Ideen nutzen können.

Denn die Stadt Baunatal mit ihren Menschen, der Kultur und dem Sport liegen mir am Herzen.

12. Wo sehen Sie im Falle Ihres Wahlsiegs die Stadt Baunatal im Jahr 2027?

Baunatal hat einen ausgeglichenen Haushalt, die Innenstadt ist attraktiver, lebendiger und liebenswerter geworden: Es gibt viele Orte, an denen die Menschen sich gerne treffen. Die heimische Wirtschaft hat sich stabil weiterentwickelt. Wir freuen uns über ein neues Sportbad, sanierte Sportstätten und sportliche Erfolge in unserer Sportstadt. Wir haben wieder Kultur in unserer Stadt etabliert und können zahlreiche Veranstaltungen genießen. Wir sind unserem Ziel, eine klimaneutrale Kommune zu werden, deutlich nähergekommen.

Ich finde, es gibt viel zu tun und ich freue mich darauf, dabei meinen Beitrag zu leisten!